Containertransport ECL2000

In der verladenden Wirtschaft hat der Container in den letzten Jahren eine immer stärkere Bedeutung erhalten. Während bis vor 10 Jahren hauptsächlich Stückgüter in Standardcontainer verladen wurden - für alle anderen Güter wurden z. T. aufwändige Spezialcontainer benötigt - werden zunehmend auch Massengüter in Standardcontainer verladen und damit kostengünstig transportiert. So betrug der Containerisierungsgrad z. B. im Hafen Hamburg 96,7 % im Jahr 2009.

Bild: http://www.hafen-hamburg.de/de/list/binnenschifffahrt

Für den Zu- und Nachlauf der Container vom Hinterland zu den Seehäfen haben die Kunden die Wahl zwischen den Verkehrsträgern Lkw, Bahn und Binnenschiff. Da der Verkehrsweg Elbe im Gegensatz zu den anderen Verkehrswegen noch erhebliche Kapazitätsreserven besitzt, lag der Gedanke nahe, diesen Weg verstärkt zu nutzen. Bereits seit Mitte der 90er Jahre wurden Containerverkehre auf der Elbe realisiert, seit 1995 werden diese unter dem Namen „ECL2000“ für den Hinterlandsverkehr Hamburg-Sachsen/Anhalt-Sachsen vermarktet. Gemeinsam mit dem Carrier Deutsche Binnenreederei AG organisieren die Häfen Magdeburg, Aken und Riesa/Dresden diese Verkehre. Den Kunden steht ein Transportangebot Haus-Haus zur Verfügung, wobei die Binnenhäfen sowohl Nebenleistungen wie Verzollung, Containerlagerung und Containerreparaturen, Stuffing/Stripping als auch alternative Lösungen im trimodalen Transport anbieten. Gleichzeitig entwickelten sich Containerdienste auf der Unterelbe zwischen Brunsbüttel und Hamburg (Elbe-Container-Dienst) und zwischen Hamburg und dem norddeutschen Kanalsystem (Braunschweig, Hannover, Minden).